Prof.in Dr.in Andrea Horz, MA
Lehrfächer
Professorin für Musik & Gesellschaft
Biografie
Andrea Horz ist seit Oktober 2024 Professorin für Musik und Gesellschaft an der Stella Vorarlberg, Privathochschule für Musik. Im Zentrum ihrer Forschung steht die Frage, wie Musik kulturelle Präsenz gewinnt und sich in unterschiedlichen sozialen, medialen und institutionellen Kontexten verankert. Sie verbindet musikhistorische, kulturwissenschaftliche und gesellschaftsbezogene Perspektiven und arbeitet insbesondere zu Musik-Räumen, zur Popularisierung von Musik, zu Prozessen musikalischer Aufzeichnungsweisen sowie zu Fragen kultureller Infrastruktur.
Nach ihrem Diplom als Musikpädagogin an der Musikhochschule Nürnberg studierte sie Musikwissenschaft, Philosophie und mediävistische Germanistik in Erlangen und Wien. Nach dem Magisterabschluss erhielt sie ein dreijähriges Stipendium an der Universität Freiburg und war dort auch als Lehrbeauftragte tätig. 2010 bis 2013 absolvierte sie das Doktoratsstudium an der Universität Wien; von 2011 bis 2015 arbeitete sie dort als Universitätsassistentin. Ihre Dissertation zu Heinrich Glareans Dodekachordon wurde mit dem Dissertationspreis des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Wien ausgezeichnet.
Von 2015 bis 2018 war Andrea Horz Hertha-Firnberg-Stelleninhaberin, von 2018 bis 2022 Elise-Richter-Stelleninhaberin an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Dort habilitierte sie sich 2023 mit der Arbeit Opern als musikanalytischer Gegenstand in der deutschsprachigen Publizistik des 18. Jahrhunderts. Im Studienjahr 2023/24 vertrat sie den musikwissenschaftlichen Lehrstuhl an der Philipps-Universität Marburg. Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie.
An der Stella entwickelt sie das Forschungsfeld Musik und Gesellschaft mit besonderem Blick auf kulturelle Infrastruktur, regionale Musikgeschichte und die gesellschaftliche Wirksamkeit von Musik weiter.
Zugeordnete Personen
Studentische Hilfskraft
Annachiara Seitlinger B.A.
(Organisationsassistenz und Projekt: Das Musikalien-Leih-Institut Schaumburg aus Stade)
E-Mail senden an Annachiara Seitlinger
Studentische Hilfskraft
Andrei Denisenko B.A.
(Projekt: Bregenzer Festspiele als kulturelle Infrastruktur)
E-Mail senden an Andrei Denisenko
Aktuelle Forschungsprojekte
Bregenzer Festspiele als kulturelle Infrastruktur
untersucht die Bregenzer Festspiele als kulturelle Institution und Infrastruktur seit 1946. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Musikfestivalinitiativen nicht nur künstlerische Programme hervorbringen, sondern materielle, institutionelle, gesellschaftliche und symbolische Infrastrukturen verändern. Damit verbindet das Projekt musikgeschichtliche, kulturwissenschaftliche und gesellschaftsbezogene Perspektiven. Ein besonderer Fokus liegt auf regionaler Verankerung, Öffentlichkeit und der Rolle von Musik im Bodenseeraum. Das Projekt ist Teil des weiteren Ausbaus des Forschungsfelds Musik und Gesellschaft an der Stella.
Kooperationsprojekt (Universität Freiburg i. Br.):
Das Musikalien-Leih-Institut Schaumburg aus Stade
Das Forschungsprojekt widmet sich dem singulären Bestand des Musikalien-Leih-Instituts Schaumburg aus Stade, der als nahezu geschlossener Korpus eine außergewöhnliche Quellensituation für die Erforschung musikalischer Bildung, Rezeption und Distribution im 19. Jahrhundert bietet. Zugleich regt der Bestand dazu an, die Musikgeschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts mit Blick auf weniger bekannte, ehemals jedoch populäre Komponist*innen und Repertoires neu zu befragen.
Das Projekt verbindet Archivarbeit, digitalisierte Quellenerschließung und historische Musikkulturforschung und wird als Kooperationsprojekt mit Prof. Dr. Dr. Michael Fischer und dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Universität Freiburg realisiert.